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Die Sozialpsychologie bewegt sich im Spannungsfeld von Individuum und sozialer Umwelt. Im Zentrum der wissenschaftlichen Beschäftigung stehen einerseits grundlegende psychische Prozesse wie Wahrnehmung, Vorstellung, Emotion, Motivation, Denken, Entscheiden sowie Verhalten. Andererseits gilt die Aufmerksamkeit auch den sozialen Prozessen und Wechselwirkungen auf verschiedenen Ebenen sozialer Systeme: Mikrosysteme (z.B. Gruppen, Partnerschaften und Familien), Mesosysteme (z.B. Organisationen und Institutionen) sowie Makrosysteme (z.B. Gesellschaften und Nationen).

Neben psychologischen und sozialen Faktoren sind immer auch weitere Aspekte des Kontextes zu berücksichtigen, z.B. physikalische, biologische, soziokulturelle, rechtliche und ökonomische. Umwelt – in diesem umfassenden Sinne verstanden – ist dabei Objekt, Medium, Rahmenbedingung und Produkt menschlichen Verhaltens.
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In Memoriam
Wolfgang Otto, Mitarbeiter der Fachrichtung von 1972 bis 2003, ist am
16. August 2009 nach schwerer Krankheit für immer eingeschlafen.
Dipl. math. Wolfgang Otto eröffnete Anfang der siebziger Jahre an der Universität Zürich die Ära der für alle zugänglichen quantitativen Statistiksoftware (SPSS, Programmpakete für Multidimensionale Skalierung) und beendete damit die Zeit, in der Studierende und Forscher ihre Studien mit viel eigenem Programmieraufwand auswerten mussten. Wolfgang Otto wartete diese Softwarepackages während langer Zeit im Rahmen seiner Anstellung in der Sozialpsychologie für die gesamte Universität.
Stets engagierte er sich für eine solide Ausbildung der Studierenden in quantitativer Analytik.
Seine Hilfsbereitschaft und sein Humor zeichneten ihn aus und öffneten ihm auch auf der internationalen Ebene Türen.
Wir werden ihm ein gutes Andenken bewahren.